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04.12.2025

Ausstellungsübersicht 2026

Hessisches Landesmuseum Darmstadt

20. März 2026 bis 21. Juni 2026
#SHOTBYADAMS
Photography by Bryan Adams
Großer Saal
Pressetermin: Donnerstag, 19. März 2026, 11 Uhr

Unter dem Titel #SHOTBYADAMS zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt ausgewählte Arbeiten aus dem beeindruckenden fotografischen Schaffen von Bryan Adams. Die Werke stammen aus vier der bekanntesten Serien des Fotografen:

#SHOTBYADAMS, WOUNDED: THE LEGACY OF WAR, HOMELESS, IN COLOUR

Parallel zu seinen Erfolgen als Sänger und Songwriter hat Bryan Adams seit den 1990er Jahren eine sehr selbstbewusste Karriere als Fotograf gemacht und ist hierfür mehrfach ausgezeichnet worden.

In der Serie #SHOTBYADAMS standen ihm zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars Modell, unter ihnen Julianne Moore, Ben Kingsley, Amy Winehouse oder Mick Jagger. Es ist beeindruckend, wie Bryan Adams bei diesen Porträtaufnahmen Regie führt. Seinem Auge scheint nichts zu entgehen. Die Porträtierten offenbaren sich ihm in zum Teil egozentrischen Posen und sind dabei ganz in ihrem Element. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass sie großes Vergnügen bei den Foto-Sessions hatten.

Doch Bryan Adams ist weit mehr als ein Fotograf berühmter Persönlichkeiten aus der Glamourwelt der Unterhaltung. Er widmet sich auch realen Lebensgeschichten und Schicksalen unserer Gegenwart. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist die Serie WOUNDED: THE LEGACY OF WAR. Sie zeigt junge britische Soldaten, die mit verstümmelten Gliedmaßen, Prothesen, Brandnarben aus den Einsätzen in Afghanistan und im Irak zurückgekehrt sind. Die Porträtierten blicken würdevoll in seine Kamera. Sie sind gezeichnet durch die Folgen des Kriegseinsatz, der ihr Leben radikal veränderte.

Mit der Serie HOMELESS wendet sich Bryan Adams denen zu, die am Rande der Gesellschaft leben: Seine Porträts zeigen Menschen ohne festen Wohnsitz in London, die das Obdachlosenmagazin »The Big Issue« verkaufen. Mitfühlend und respektvoll macht er ihre Notlage bewusst und betont gleichzeitig den unschätzbaren Wert jedes Einzelnen.

Bryan Adams hat in der Serie IN COLOUR ausgewählte Porträts um eine künstlerische Komponente erweitert. Indem er in einem ausgeklügelten Verfahren die Aufnahmen mit individuell abgestimmten, auf Plexiglas hinterdruckten Farbtönen verbindet, verleiht er den Fotografien eine zusätzliche ästhetische und atmosphärische Ebene.

 

Mit der Ausstellung #SHOTBYADAMS setzt das Hessische Landesmuseum Darmstadt seine Reihe von Fotoausstellungen fort, die im Jahr 2021 begonnen wurde. Nach Peter Lindbergh, Walter Schels und Candida Höfer ist Bryan Adams nun der vierte bedeutende Fotograf, dessen herausragende Arbeiten in Darmstadt bewundert werden können.

Die Ausstellung wird in Kooperation zwischen Crossover und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt präsentiert. Kuratoren: Anke Degenhard und Mat Humphrey

Das Bildmaterial zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/pressebilder-zur-ausstellung-shotbyadams




19. April bis 03. Mai 2026
Grundschulwettbewerb
Karl Freund-Galerie
Eröffnung mit Pressetermin: Sonntag 19. April 2026, 12 Uhr

2024 hat das Hessische Landesmuseum Darmstadt mit dem Grundschulwettbewerb »Kids machen Museum« ein neues partizipatives Projekt ins Leben gerufen, das nicht nur Kindern Teilhabe ermöglicht, sondern auch die Stadtbevölkerung miteinbezieht.

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Ausschreibung findet der Wettbewerb 2026 erneut statt. Die Veranstaltung steht dieses Mal unter dem Motto »Fantastische Wesen«. Auch in diesem Jahr ist eine Vielzahl an Darmstädter Grund- und Förderschulen sowie Nachmittagsbetreuungsgruppen dem Aufruf gefolgt.

Bis zum 23. Februar haben die Gruppen Zeit, kreative Gemeinschaftsarbeiten zu entwickeln. Als Inspirationsquelle dienen hierbei auch die Sammlungen des Landesmuseums, die die Gruppen im Rahmen einer kostenfreien Führung kennenlernen.

Die Präsentation der Werke in der Karl-Freund-Galerie ist vom 19. April bis 3. Mai 2026 geplant. Mithilfe eines Publikumsvotings werden drei Arbeiten mit Preisen prämiert. Wir freuen uns sehr, dass wir hierfür die Unterstützung des Staatstheaters Darmstadt, der ESA sowie des Vivariums Darmstadt gewinnen konnten, die freundlicherweise jeweils eine Führung als kostenlosen Klassenausflug gestiftet haben.

Als Andenken an den Wettbewerb erhalten alle Teilnehmenden einen Katalog zur Ausstellung.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt setzt sich mit diesem Projekt dafür ein, kulturelle Teilhabe zu stärken und Barrieren abzubauen.

Der Grundschulwettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Hanno Benz, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt.

Der Grundschulwettbewerb greift eine Idee des Museum Kunstpalast auf und wird dort seit 2020 mit großem Erfolg ausgerichtet.




18. Juni bis 27. September 2026
Hedwig Kruse-Geibel
Eine Druckkünstlerin lebt ihren Traum
Karl Freund-Galerie
Pressetermin: Mittwoch, 17. Juni 2026, 11 Uhr

Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse-Geibel (Frankfurt/Main 1895–1991 Darmstadt).

Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen phantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.

Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Zeitlebens fand ihr druckgrafisches Werk keine gebührende kunsthistorische Würdigung.

Dank einer Schenkung durch den Sohn der Künstlerin, Stephan Heise (1928–2017), besitzt das Hessischen Landesmuseum Darmstadt den gesamten grafischen Nachlass von Hedwig Kruse-Geibel. Das Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte. Diese druckte die Künstlerin von filigran geschnittenen Holzstöcken mit feinsten Linien. Die grafischen Werke sind von höchster Qualität und drucktechnischer Perfektion.

Die Ausstellung präsentiert die autobiographisch gefärbten Traumwelten der Künstlerin Hedwig Kruse-Geibel und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.

 Das Bildmaterial zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/pressebilder-zur-ausstellung-kruse-geibel




09. Juli bis 04. Oktober 2026
Wiederentdeckt!
Textile Bilder für das Hessische Landesmuseum Darmstadt
Oberlichtsaal
Pressetermin: Mittwoch, 08. Juli 2026, 11 Uhr

Mit vier großformatigen Bildteppichen zog in den 1950er Jahren die Moderne in das Haupttreppenhaus des Hessischen Landesmuseums Darmstadt ein. Die Sanierungsarbeiten an dem im 2. Weltkrieg schwer zerstörten Museumbau waren 1954 fast abgeschlossen, als Direktor Erich Wiese vier zeitgenössische textile Werke in Auftrag gab.

Ausgewählt wurden die arrivierten Textilkünstlerinnen Else Mögelin und Johanna Schütz-Wolff, das Ehepaar Inge und Fritz Vahle sowie der Maler Fritz Winter.

Else Mögelin studierte unter anderen bei Johanes Itten, Paul Klee und Gerhard Marcks am Weimarer Bauhaus, arbeitete in der dortigen Weberei und viele Jahre als Leiterin der Textilwerkstatt der Stettiner Kunstgewerbeschule. Johanna Schütz-Wolff beeinflusste als Leiterin der Textilklasse und Handweberei an der Burg Giebichenstein zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. Zur jüngeren Generation gehörten das in Darmstadt ansässige Künstlerehepaar Fritz und Inge Vahle, das neben einem umfangreichen grafischen und malerischen Werk auch durch die Herstellung von Wandteppichen hervortrat. Für Fritz Winter schließlich, einem der wichtigsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit, stellten textile Arbeiten eine Ausnahmeerscheinung dar. Nur zwei Wandteppiche sind von ihm bekannt, das Darmstädter Exemplar hatte auf der II. documenta in Kassel einen großen Auftritt.

1958 konnten die Wandbehänge anlässlich der Eröffnung der neu eingerichteten Gemäldegalerie der Öffentlichkeit als bedeutende Positionen der figürlichen und ungegenständlichen Textilkunst der 50er Jahre präsentiert werden. Erstmals nach über 50 Jahren werden sie nun in einer Kabinettausstellung, zusammen mit den erhaltenen Entwurfszeichnungen, wieder zu sehen sein.

Erstes Bildmaterial zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/wiederentdeckt-textile-bilder




13. August 2026 bis 24. Januar 2027
Facettenreiche Insekten.
Vielfalt / Gefährdung / Schutz
Abteilung Geologie / Paläontologie
Pressetermin: Mittwoch, 12. August 2026, 11 Uhr

 Die Ausstellung »Facettenreiche Insekten« lädt Besucherinnen und Besucher ein, die erstaunliche Vielfalt der Insektenwelt zu entdecken. Von schillernden Käfern über filigrane Schmetterlinge bis hin zu faszinierenden Ameisenkolonien zeigt sie, wie wichtig Insekten für unsere Ökosysteme sind.

Anschauliche Präparate, interaktive Stationen und beeindruckende Makroaufnahmen lassen selbst kleinste Details sichtbar werden. Themen wie Bestäubung, Tarnung und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur regen zum Staunen und Nachdenken an. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und verbindet Wissen mit ästhetischem Erlebnis.

Das Bildmaterial zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/pressebilder-zur-ausstellung-facettenreiche-insekten




02. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027
Drachen – Mythos und Wirklichkeit
Großer Saal
Pressetermin: Donnerstag, 01. Oktober 2026, 11 Uhr

Drachen beflügeln die Fantasie des Menschen seit Jahrtausenden. Die faszinierenden Fabelwesen gehören zum festen Repertoire großer Geschichten – von antiken Mythen bis zu Serienhighlights unserer Gegenwart. Selbst in vielen Kindezimmern finden sich Drachen-Bücher, -Spiele oder -Stofftiere. Dabei werden den Drachen je nach kulturellem Kontext ganz unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben: In den europäischen Kulturen erscheinen sie als bedrohliche Wesen, welche die Eigenschaften von Schlangen und Raubtieren kombinieren. In China, Korea und Japan ist der Drache hingegen mehrheitlich positiv konnotiert und hält als kosmische Kraft die Natur im Gleichgewicht.

Während in der ostasiatischen Mythologie vornehmlich göttliche Himmelsdrachen auftreten, begegnet uns der Drache in der Antike vor allem bei den Heldentaten von Herkules. Das Schreckensbild des feuerspeienden Untiers bildet sich in Europa jedoch erst in der Kunst des Mittelalters heraus. Hier wird der Drache zum Symbol des Bösen, das durch das Gute überwunden wird – wie es sich exemplarisch in der Ikonografie des Drachentöters wiederfindet. Noch bis in die Neuzeit wurden Drachen als real existierende Tiere angesehen, erst mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft wandelte sich dieses Bild: Drachen wurden aus der Systematik der Zoologie ausgeschlossen und zu Fabelwesen erklärt. Dennoch erscheinen sie heute durch die aktuelle Fantasy-Kultur, wie z.B. die Romane von J. R. R. Tolkien oder die zahlreichen anderen Bücher, Filme, Comics und Spiele lebendiger als je zuvor.

Die interdisziplinäre Ausstellung beleuchtet Drachen sowohl aus kunsthistorischer als auch naturwissenschaftlicher Perspektive. Sie präsentiert herausragende europäische und ostasiatische Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart, und zeigt naturwissenschaftliche Exponate wie seltene Dokumente der Wissenschaftsgeschichte, jahrmillionenalte Fossilien oder Tierpräparate. Ergänzt wird dieses vielfältige Panorama mit digitalen Inhalten, einer Erzählschiene für Kinder, einer Leseecke und Zeichenwand sowie stimmungsvollen audiovisuellen Installationen. So können Jung und Alt entdecken, wie viel Wirklichkeit in dem jahrtausendealten Mythos »Drachen« steckt. Die Sonderausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation des Hessischen Landesmuseum Darmstadt mit dem Museum Schnütgen und dem Museum für Ostasiatische Kunst, Köln.

Anschließend wird die Ausstellung vom 4. März bis 6. Juni 2027 im Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen sein.

Erstes Bildmaterial zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/pressebilder-zur-ausstellung-drachen-mythos-und-wirklichkeit




04. Dezember 2026 bis 04. April 2027
Wildlife Photographer of the Year
Karl Freund-Galerie und Oberlichtsaal
Pressetermin: Mittwoch, 02. Dezember 2026, 11 Uhr

Die Ausstellung »Wildlife Photographer of the Year« präsentiert atemberaubende Natur- und Tierfotografie aus aller Welt. Ausgewählt von einer renommierten Jury zeigen die Bilder die Schönheit, Vielfalt und Verletzlichkeit unseres Planeten. Sie erzählen berührende Geschichten von Wildtieren, seltenen Momenten und bedrohten Lebensräumen – festgehalten von talentierten Fotografinnen und Fotografen mit großem Gespür für Timing und Perspektive.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Natur mit neuen Augen zu sehen und regt zum Nachdenken über den Schutz unserer Umwelt an. Ein visuelles Erlebnis voller Emotion, Staunen und Inspiration.

Grundlage für die Ausstellung bildet der gleichnamige Wettbewerb des Natural History Museum in London, der seit 1965 jährlich die besten Naturfotografien auszeichnet.

Das Siegerfoto 2025 zum kostenlosen Download ausschließlich für die Berichterstattung zur Ausstellung finden Sie in unserem Pressebereich: https://www.hlmd.de/de/presse/aktuell/aktuell/vorschau-wildlife-photographer-of-the-year

Hinweis: Das Siegerfoto 2025 wird nicht in der Ausstellung »Wildlife Photographer of the Year« zu sehen sein.



Stand 04. Dezember 2025, Titel- und Laufzeitänderungen vorbehalten

Pressekontakt:

Yvonne Mielatz-Pohl (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Tel.: +49 (6151) 3601-300

E-Mail: presse@hlmd.de

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