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Maria Sybilla Merian, Steinklee (Gelbe Blüte) mit Schmetterlingen, vor 1683, Deckfarben, Pergament

Graphische Sammlung

Die Bestände der Graphischen Sammlung gehören zu den ältesten und wertvollsten des Museums. Ihren Grundstock legte Großherzog Ludewig I., der um 1800 damit begann, Druckgraphiken von Dürer und Rembrandt zu sammeln. Heute gibt es in der Graphischen Sammlung Kunst auf Papier in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken.

Albrecht Dürer, Adam und Eva, 1504, Kupferstich

Da das fragile Material Papier nicht permanent ausgestellt werden darf, werden die empfindlichen Werke in der Regel in klimatisierten Depots vor Licht geschützt verwahrt. In der Karl-Freund-Galerie finden regelmäßig Wechselausstellungen aus den Graphik-Beständen statt. Außerdem sind Interessierte eingeladen, zu gesonderten Öffnungszeiten und nach Anmeldung unseren Studiensaal zu besuchen, um sich die originalen Zeichnungen und Druckgraphiken vorlegen zu lassen. Direkt vor Augen – ohne Glas und Rahmen – ist das ein außergewöhnliches Kunsterlebnis!

Der Bestand der Graphischen Sammlung zählt heute über 50.000 Blätter. Die Arbeiten umfassen alle Epochen der Zeichenkunst und Druckgraphik vom 12. bis ins 21. Jahrhundert. Hinzu kommen eine historische Plakatsammlung sowie Fotografien des 19. bis 21. Jahrhunderts. Außerdem besitzt die Sammlung Spezialabteilungen für Exlibris, Gebrauchsgraphik oder – im Falle der »Hofmeistersammlung« – historische Porträts und topographische Ansichten Hessens.

George Grosz, Der Mädchenhändler, 1918, Bleistift, Feder, Aquarell © Estate of George Grosz, Princeton, N.J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Insbesondere die deutschen, niederländischen, italienischen und französischen Altmeisterzeichnungen des 15. bis 18. Jahrhunderts begründen den internationalen Rang der Graphischen Sammlung. Darunter sind Zeichnungen von Dürer, Rembrandt, Michelangelo, Botticelli, Bellotto oder Watteau. Weitere Höhepunkte sind kostbare, hochempfindliche mittelalterliche Buchmalereien auf Pergament, die vorzüglichen druckgraphischen Bestände von Dürer und Rembrandt sowie seltene frühe Einblatt-Holzschnitte und Kupferstiche.

Im 19. Jahrhundert liegt der Fokus der Sammlung auf Zeichnungen der Romantik u. a. mit Carl Philipp Fohr oder Georg Moller. Das 20. Jahrhundert ist mit Jugendstil, deutschem Expressionismus, amerikanischer und deutscher Minimal- und Popart-Graphik prominent vertreten. Ein Schwerpunkt bildet das Werk von Joseph Beuys und seinen Schülern, etwa Imi Knoebel oder Blinky Palermo. Die Sammlung wird mit Werken u.a. von Annegret Soltau oder Anke Röhrscheid bis in die Gegenwart fortgeführt.

Graphische Sammlung

Highlights

Zeichenkunst und Druckgraphik vom 12. bis ins 21. Jahrhundert Historische Plakatsammlung Fotografien des 19. bis 21. Jahrhunderts Spezialabteilungen mit Exlibris und Gebrauchsgraphik »Hofmeistersammlung«

Studiensaal der Graphischen Sammlung

Mittwoch 14.00 – 20.00 Uhr Donnerstag 10.00 – 13.00 Uhr Freitag 10.00 – 18.00 Uhr Anmeldung unter 06151 3601 – 255 Adresse: Friedensplatz 1, 64283 Darmstadt

Standort

Sonderausstellungen Karl-Freund-Galerie: Messelbau, 2. Obergeschoss Studiensaal: Messelbau, 3. Obergeschoss (nur nach Voranmeldung)

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Die Haupthalle im Eingangsbereich des Hessischen Landesmuseums

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