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24.10.2023

Am 20. September 2023 verstarb Dr. Peter Märker

Die Mitarbeiter*innen des Hessischen Landesmuseums Darmstadt trauern um ihren ehemaligen Kollegen Dr. Peter Märker.

Unser sehr geschätzter Kollege Dr. Peter Märker verstarb am 20. September 2023 im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin. 20 Jahre lang, von 1986 bis 2006 hat er die Graphische Sammlung am Hessischen Landesmuseum Darmstadt geleitet.

In guter Tradition sah Peter Märker seine Aufgabe als Kustos dieser bedeutenden Sammlung vor allem in der Pflege und Bearbeitung der Darmstädter Bestände. Davon profitierte das Museum in zahlreichen von ihm kuratierten Ausstellungen und begleitenden Publikationen, in Aufsätzen in Festschriften, Sammelbänden und Lexika.

Peter Märker, der 1974 mit seiner Dissertation »Geschichte als Natur. Untersuchungen zur Entwicklungsvorstellung bei Caspar David Friedrich« in Kiel promoviert wurde, lenkte den Blick insbesondere auf die Darmstädter Zeichnungsbestände des 19. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben sind seine Publikationen zu Karl Philipp Fohr oder Johann Heinrich Schilbach. Bei der Vielseitigkeit der Graphischen Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt gestattete sich Peter Märker jedoch keinen Rückzug in einseitiges Spezialistentum.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschung war die Erarbeitung des Bestandskatalogs der Französischen Zeichnungen vom 16. bis 18. Jahrhundert sowie grundlegende Aufsätze zur Sammlungsgeschichte der Graphischen Sammlung, die untrennbar mit der Geschichte des Hessischen Landesmuseums verbunden ist. Unter seiner Leitung konnte die Sammlung mit zahlreichen Neuerwerbungen an die Gegenwart herangeführt werden. Daneben gelangen ihm zudem bedeutende Ergänzungen im Bereich der alten Zeichnungen und Graphiken. Sie lassen Peter Märkers umfassende Interessen erkennen.

Als Peter Märker 1974 seine wissenschaftliche Karriere mit einer politischen Deutung Casper David Friedrichs begann, gehörte er zu der Generation kritischer Kunsthistoriker, deren wesentliche Fragen die nach der politischen Relevanz des Faches und seines Gegenstandes waren. Heute macht Peter Märkers Werdegang auf beeindruckende Weise deutlich, wie es ihm gelang, die in den 1970er Jahren unvereinbar erscheinenden polaren Positionen der politischen Ikonographie und der Hermeneutik zu verbinden und fruchtbar zu machen. Im Studium der Originale und den daraus entwickelten Bildanalysen gewann Peter Märker immer wieder Einsichten in den Zusammenhang von Stil und Geschichte, die jede äußerliche Stilkritik hinter sich ließen und überwanden.

Bis heute sind Peter Märkers grundlegende Fragen, woraus Bedeutung im visuellen Bereich entsteht und inwiefern sie – politisch ebenso wie ästhetisch – wirksam wird, zentrale Fragen der Kunstwissenschaft und unserer Museumsarbeit.

Pressekontakt:

Yvonne Mielatz-Pohl (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt

Tel.: +49 (6151) 3601-300

E-Mail: presse@hlmd.de

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Die Haupthalle im Eingangsbereich des Hessischen Landesmuseums

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