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Eine Aufnahme von einem Belegexemplar von Mallota cimbiciformis (Fallen, 1817) mit dem Scanner DISC3D

DFG Projekt 495869174

Drei-dimensionale Digitalisierung von Insektensammlungen – Allseitige Bildgebung und photogrammetrische Oberflächenrekonstruktion

Untersuchungsgegenstand und Fragestellung

In deutschen naturkundlichen Museen lagern über 50 Millionen genadelte Insektenpräparate – diese nehmen allein durch die hohe Zahl schon eine bedeutende Stellung im naturhistorischen Sammlungsmanagement ein. Für die ökologische und evolutionsbiologische Forschung sind die Insektensammlungen von höchstem Wert, denn sie dokumentieren die regionale und globale Biodiversität dieser Tiere im Wandel der Zeit. Einen für die taxonomische Forschung besonders wichtigen Teil der Insektensammlungen stellen die »Typen« dar – das sind diejenigen Individuen, auf deren morphologischer Basis die Beschreibung und Benennung der jeweiligen Art erfolgte. Die einzigartigen Typen sind über Museen in aller Welt verstreut, und der physische Zugang zu den Sammlungen ist aus unterschiedlichsten Gründen häufig erschwert. Ein weiteres großes Problem besteht in der Zerbrechlichkeit der filigranen, getrockneten und genadelten Tiere – durch diese Faktoren besteht ein hohes und vielfach dokumentiertes Risiko, dass die einzigartigen Exemplare durch den Leihverkehr (Versand), oder schon allein durch die händische Entnahme aus der Sammlung, Schaden nehmen.

Eine Aufnahme des Holotyps Passalus punctulatus (Kaup, 1869) mit dem Scanner DISC3D
Projektbeschreibung

Das primäre Ziel des Projektes liegt in der Entwicklung von Qualitätskriterien, Standards und Visualisierungs-Technologien für die (makro-)fotografische Objekt-Digitalisierung und daraus mittels Photogrammetrie resultierenden virtuellen 3D-Modellen mit Echtfarben-Oberflächentexturen. Die unterschiedlichen Digitalisierungsdaten – zum einen 2D-Bilddaten, zum anderen 3D-Oberflächenmodelle - sollen miteinander verknüpft werden, damit sie erstmals eine funktionelle und kuratorische Einheit bilden. So wird es möglich, die 3D-Modelle des Sammlungsobjekts als virtuelle »Navigationshilfe« für den Zugang zu den Bilddaten mit den relevanten morphologischen Informationen zu verwenden. Für die Entwicklung der Qualitätskriterien steht die Digitalisierung von Insektensammlungen im Fokus.

Abbildung des Scanners DISC3D.

Diese werden mittels des »Darmstädter Insektenscanners« DISC3D automatisiert, allseitig, perspektivtreu und mit erweiterter Schärfentiefe aufgenommen. Die technische Entwicklung verfolgt das übergeordnete Ziel, die Insektensammlungen an den Museen als Objekte zu digitalisieren und dadurch weltweit möglichst barrierefrei verfügbar zu machen. So werden neben den Datenstandards und dem funktionsfähigen Onlineviewer auch digitale Repräsentationen von über 6.000 Insekten-Typen für Forschung und Öffentlichkeit frei zugänglich sein.

Projektverantwortlich am Landesmuseum:

Dr. Daniela Matenaar

Prof. Dr. Torsten Wappler

Projektpartner/Förderpartner

CeNak GFBio e.V MfN TU Darmstadt Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt Zoologisches Museum der Universität Greifswald Zoologisches Museum der Universität Kiel ZFMK ZSM Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer: 495869174. Das Teilprojekt des Landesmuseums wurde zusätzlich gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Die Haupthalle im Eingangsbereich des Hessischen Landesmuseums

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