Ein Mammut macht Geschichte

Kaum einer weiß: Das Darmstädter Mammut ist Amerikaner und eine Sensation der Paläontologiegeschichte: 1801 war es das erste museal montierte Skelett in Nordamerika und so bedeutend, dass der amerikanische Präsident Thomas Jefferson seine Ausgrabung als nationale Angelegenheit betrachtete und Alexander von Humboldt es 1804 am Ende seiner amerikanischen Reise besuchte. 1854 kam das Skelett über Umwege nach Darmstadt. Seit über 150 Jahren ist es damit Darmstädter oder, wie man hier sagt, ein echter »Heiner«.

Die Ausstellung »American Heiner« geht der Geschichte dieses weltbekannten fossilen Elefantenskelettes nach, das nach seinem Entdecker auch Peale’s Mastodon genannt wird. Sie erzählt von der Ausgrabung des Skelettes durch den Porträtmaler Charles Willson Peale am Ufer des Hudson River, von seiner spektakulären Präsentation in Philadelphia 1801 und von seiner Bedeutung für das Selbstverständnis der jungen amerikanischen Nation. Anhand von Objekten aus der Kunst- und Naturgeschichte dokumentiert sie die Auswirkungen des Fundes auf Forschungs- und Geistesgeschichte und präsentiert auch kaum bekanntes Skizzenmaterial aus deutschen und amerikanischen Archiven.

Die Geschichte von Peale’s Mastodon ist eng mit der Geschichte der Vereinigten Staaten verbunden. Die Entdeckung von Mastodonknochen am Ohio River im Jahr 1739 löste im Laufe des 18. Jahrhunderts eine wissenschaftliche Diskussion in der Alten und Neuen Welt aus. Eine wichtige Rolle dabei spielte Charles W. Peale aus Philadelphia, der nicht nur ein gefragter Künstler, sondern auch ein geschätzter Naturaliensammler mit eigenem Museum war.

Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Smithsonian American Art Museum in Washington DC. Für deren Ausstellung »Alexander von Humboldt and the United States: Art, Nature and Culture« wird das Darmstädter Mastodon erstmals nach über 150 Jahren als Leihgabe in die USA zurückkehren.

Die »Terra Foundation for American Art« widmet sich der Förderung der Erforschung, des Verständnisses und des Genusses der bildenden Kunst der Vereinigten Staaten von Amerika für das nationale und internationale Publikum. Die Stiftung erkennt die Bedeutung des Erlebens von Originalkunstwerken und bietet, beginnend mit der Präsentation und dem Wachstum ihrer eigenen Kunstsammlung in Chicago, Möglichkeiten zur Interaktion und zum Studium. Um den interkulturellen Dialog über amerikanische Kunst zu fördern, unterstützt die Stiftung und arbeitet an innovativen Ausstellungen, Forschungs- und Bildungsprogrammen mit. Mit solchen Aktivitäten ist die Überzeugung verbunden, dass Kunst das Potenzial hat, Kulturen zu unterscheiden und zu vereinen.

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Veranstaltungsort

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt


Kuratoren

Dr. Oliver Sandrock
T 06151 1657-062
Dr. Martin Faass
T 06151 1657-001


Laufzeit

26. März 2021 bis 20. Juni 2021
 


In Kooperation mit

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Mit freundlicher Unterstützung

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Medienpartner

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Marketingpartner


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