Die Fossilienlagerstätte Grube Messel ca. 9 km nordöstlich von Darmstadt stellt ein einzigartiges Archiv für die Erschließung eines Lebensraums vor 47 Millionen Jahren dar − einer Zeit, in der die Dinosaurier bereits ausgestorben waren und die Säugetiere am Beginn ihrer erfolgreichen Entwicklung standen. Als weltweit dritte Fossilienfundstätte wurde die Grube Messel 1995 in die Liste der Weltnaturerbe-Denkmäler aufgenommen.
Im Jahr 2001 konnte das Hessische Landesmuseum Darmstadt mit Unterstützung der KulturStiftung der Länder, der Hessischen Kulturstiftung und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst die Sammlung Behnke, eine der bedeutendsten privaten Messel-Sammlungen, sowie den berühmten Ameisenbären Eurotamandua joresi erwerben. Mit der Sonderausstellung »Messel on Tour« macht das Haus die Sammlung Behnke nun auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigt mit »Messel on Tour« die größte und bedeutendste Auswahl von Messel-Fossilien, die jemals für eine Sonderausstellung zusammengestellt wurde. Der Besucher erhält eine atmosphärische Vorstellung von dem ehemaligen Lebensraum der 125 Originale, aber auch von ihrer Pracht und Schönheit. Der berühmte Ameisenbär,Eurotamandua joresi, gehört ebenso zu den Objekten wie die Vorläufer der Pferde (Gattung Propalaeotherium).
»Messel on Tour« ist eine Wanderausstellung und wird nach ihrer ersten Station in Darmstadt in mehreren großen naturhistorischen Museen des In- und Auslands zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes Begleitbuch.
Folgende europäische Stationen sind vorgesehen:
Naturalis, Nationaal Natuurhistorisch Museum
Leiden/Niederlande, 29. November 2007 bis 4. Mai 2008
National History Museum
Oslo/Norwegen, Juni 2008–November 2008
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Hannover, Januar 2009–März 2009
Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
Stuttgart, Mai 2009–August 2009
Naturhistorisches Museum Basel
Basel/Schweiz, Oktober 2009–März 2010
Westfälisches Museum für Naturkunde
Münster, Mai 2010–Februar 2011
Konzeption
Dr. Gabriele Gruber
Dr. Norbert Micklich



