We, 8. September 2010
hlmd | Ein Wald der Skulpturendrucken

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Sammlung Simon Spierer

Der Genfer Kunstsammler Simon Spierer hat dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt seine weltweit einzigartige Sammlung von 40 Skulpturen geschenkt.

Werke von der frühen Moderne bis in die Gegenwart hat der Sammler in den vergangenen Jahren zusammengetragen. Sein „Wald der Skulpturen“ umfasst Werke von den herausragendsten internationalen Bildhauern des 20. Jahrhunderts u.a. von Constantin Brancusi, Alberto Giacometti, Hans (Jean) Arp, Max Ernst, Henry Moore, Lucio Fontana, Louise Bourgeois, Barbara Hepworth, Germaine Richier, Max Bill, Julio González, Isamu Noguchi, Daniel Spoerri und Tony Cragg. Die Sammlung konzentriert sich formal und motivisch auf die Stele und den Torso. Dieser Schwerpunkt verleiht ihr eine einzigartige und kunsthistorisch wertvolle Stellung. Simon Spierer hat Inkunabeln der Kunstgeschichte erworben wie Brancusis „Vogel im Raum“ von 1927, González’ „Daphné“ von 1937, Arps „Idole“ von 1950 oder Giacomettis „Petit buste de Diego sur colonne“ von 1952.

Mit dieser großzügigen Schenkung ist das Hessische Landesmuseum Darmstadt zu einem international bedeutenden Zentrum der Skulptur des 20. Jahrhunderts geworden. Der „Wald der Skulpturen“ ergänzt in seiner geschlossenen, vom Sammler bestimmten Form und Aufstellung in idealer Weise den Museumsbestand an Skulpturen von Künstlern der Klassischen Moderne wie Rodin, Maillol, Lehmbruck, Archipenko, Lipchitz, Arp, Laurens und Duchamp. Zugleich schließt er an Arbeiten von internationalen Bildhauern der 2. Hälfte des Jahrhunderts an, darunter vor allem Joseph Beuys, dessen weltweit größter Werkkomplex, der „Block Beuys“, in sieben Sälen des Hessischen Landesmuseums zu sehen ist.

Die Sammlung Simon Spierer hat ihre ständige Aufstellung in drei Sälen gegenüber den Räumen dieses bedeutenden „Block Beuys“ im 2. Stock des Museums gefunden. Die Präsentation führt damit wichtige Positionen der Skulptur nicht nur in einen besonderen Dialog der Einzelwerke zusammen, sondern ermöglicht auch eine umfassende Diskussion zur Bedeutung und zum Begriff der Plastik im 20. Jahrhundert, wie es kaum ein anderes Museum bietet.

Mit der Schließung des HLMD für die Dauer seiner Grundinstandsetzung und Erweiterung bietet sich nunmehr die Möglichkeit, die Sammlung Simon Spierer »Ein Wald der Skulpturen« einem internationalen Publikum zu präsentieren: Kooperation mit Athinais Museum und Cultural Center (07.Februar bis 14.April 2008)



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