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Am Mittwoch, dem 7. Februar, 18.30 Uhr, laden wir Sie herzlich zum Vortrag »Die Goldschmiedearbeiten der Trierer Egbertwerkstatt« ein.

Ein Vortrag von Dr. Hiltrud Westermann-Angerhausen, Universität Düsseldorf im Rahmen der Sonderausstellung »Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit«

Die wunderbaren Goldschmiedearbeiten aus Ottonisch-Salischer Zeit sind selten genau datierbar.  Ausnahme sind drei Kunstwerke aus Trier, die zwischen 980 und 991 entstanden sind, also in der Regierungszeit des Erzbischofs Egbert (reg. 977-993), der sich auch selbst auf zwei der Arbeiten als Stifter nennt. Sie markieren nicht nur einen neuen Anfang im Kunstbetrieb der Ottonenzeit, sie sind  auch hochwichtige politische Statements für die damalige Kirche von Trier. Zudem zeigen sie deutlichen Einfluss der späten karolingischen Kunst, und damit auch das Traditionsbewusstsein ihres Stifters sowie der Künstler, die für ihn arbeiteten.

Nach Studium in Münster und Wien wurde Hiltrud Westermann-Angerhausen 1972 mit einer Dissertation über die Goldschmiedearbeiten der Trierer Egbertwerkstatt promoviert, und hat sich seitdem mehrmals mit dem Phänomen der Wiederverwendung von »Altertümern« in der frühmittelalterlichen Goldschmiedekunst sowie mit mittelalterlichen Bronzearbeiten mit der wichtigsten mittelalterlichen Quelle zur Handwerkskunst, der Schedula diversarum artium sowie dem Gebrauch von Weihrauch in Kultur- und Kunstgeschichte beschäftigt. Sie nahm Lehraufträge in Münster, Bochum und Düsseldorf wahr und leitete von 1991 bis 2010 das Museum Schnütgen in Köln.

 

Museumseintritt: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro, keine Vorreservierung möglich

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