Silberarbeiten von Josef Hoffmann

 

Von Josef Hoffmann, einem der führenden Köpfe der Wiener Werkstätte, stammen zahlreiche Entwürfe für Silberarbeiten. Berühmt ist das um 1905 entwickelte Besteck mit seiner eigenwilligen Formgebung, von dem das HLMD mehrere Teile besitzt. Ein Eierlöffel und ein Eislöffel, seit vielen Jahren schon als Leihgaben im HLMD, konnten 2015 aus Gerdener Privatbesitz erworben und somit dauerhaft für das Museum gesichert werden. Aus gleicher Provenienz stammt ein silberner Becher von Hoffmann, der bisher um 1909 datiert wurde. Das zehnkantige Gefäß mit leicht nach außen geschweifter Kuppa dürfte allerdings erst später entstanden sein. Wie öfter zu sehen, verwandte Hoffmann ähnliche Entwürfe für unterschiedliche Materialien. Ein vergleichbarer Vorläufer, eine Blumenvase aus Keramik, wurde ab 1917 produziert. Für den Silberbecher ist eine Entstehungszeit um 1924 anzunehmen. Eine Messingversion des zehnkantigen Bechers existiert im Kunsthandel und wird dort als Behältnis für Zigaretten beschrieben.

 

 

Silberarbeiten von Josef Hoffmann

Silberarbeiten von Josef Hoffmann

Josef Hoffmann, Zehnkantiger Becher, Silber, H 8, D 9,2 cm, Ausführung: Wiener Werkstätte, um 1924

Silberarbeiten von Josef Hoffmann

Josef Hoffmann, Eier- und Eislöffel, Silber, L 10,5 cm, L 12,1 cm, Ausführung: Wiener Werkstätte, um 1906

/
X
00:00