Tafelmalerei

Die Tafelmalerei geht auf die Entstehung gemalter Altaraufsätze zurück. Schon seit dem 9. Jahrhundert war es üblich, transportable Reliquiare auf den ursprünglich frei stehenden Blockaltar einer Kirche zu stellen. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts wurden die Gebeine der Heiligen aus ihren Gräbern erhoben, in kostbare Schreine gebettet und erhöht hinter dem Altar aufgestellt. Dann entstanden Tafeln, die den Schrein mit bildlichen Darstellungen rahmten oder die Heiligen bildhaft vergegenwärtigten. Die frühen Altaraufsätze (Retabel) waren meistens aus Edelmetall oder Stein, seit dem 13. Jahrhundert sind auch bemalte Holztafeln erhalten. In der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand die Form des Wandelaltars mit zwei, später auch vier Flügeln, die nur an hohen Feiertagen die kostbare Innenseite, sonst die Außenseite der Flügel zeigte.

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Altäre und Tafeln

Der Große Friedberger Altar, Mittelrhein, 1370/80, Gesamtansicht

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Der Ortenberger Altar, Mittelrhein, um 1410, linker Flügel

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Der Ortenberger Altar, Mittelrhein, um 1410, rechter Flügel

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Der Ortenberger Altar, Mittelrhein, um 1410, Gesamtansicht

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Wormser Tafeln, Mittelrhein, 1260, Heiliger Nikolaus auf der linken Flügelaußenseite

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Wormser Tafeln, Mittelrhein, 1260, Heiliger Petrus auf dem rechten Flügel innen zu Seiten der unbekannten, fehlenden Mitteltafel/ Mittelschrein

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Wormser Tafeln, Mittelrhein, 1260, Heiliger Stefanus auf der rechten Flügelaußenseite

Altäre und Tafeln

Wormser Tafeln, Mittelrhein, 1260, Heiliger Paulus auf dem linken Flügel innen zu Seiten der unbekannten, fehlenden Mitteltafel/ Mittelschrein

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