Kunst und Kulturgeschichte
Glasmalerei

Die Sammlung von Glasmalereien zählt zu den ältesten und bedeutendsten in Europa. Die Anfänge gehen auf Großherzog Ludewig I. von Hessen zurück, der 1807 die Fenster der Ritterstiftskirche zu Wimpfen (1270-80) dem Museum übergab.
Aus der Sammlung hervorzuheben sind der strenge hieratische Kopf eines Heiligen aus dem Kloster Lorsch, die älteste erhaltene Glasmalerei Europas, ein Medaillon mit der Halbfigur eines Engels aus dem rheinischen Kunstkreis um 1250, eine Kreuzgruppe des frühen 14. Jahrhunderts aus Köln, die Fenster der Pfarrkirche zu Partenheim/Rheinhessen um 1440-1450 und die Scheiben des Glasmalers Peter Hemmel von Andlau um 1480 aus Salzburg. Aus dem 16. Jahrhundert schließen sich in Grisaille bemalte Kabinettscheiben an, aus dem 17. Jahrhundert Zunftscheiben aus Straßburg. Im 19. Jahrhundert fand die Glasmalerei und Kunstverglasung den Weg ins bürgerliche Heim, wo ihre Bilder für die Einstimmung in die private Sphäre sorgten und vor der Außenwelt abschirmten. Die zeitgenössische Szene der Glasmalerei ist u.a. mit Werken von Georg Meistermann, Ludwig Schaffrath und Johannes Schreiter vertreten.

Glasmalerei

Glasmalerei

Hans Christiansen, Landschaft mit Laubbäumen, 1899

Glasmalerei

Peter Hemmel von Andlau, Heilige Katharina, Straßburg, um 1480

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