Forschung

Volkswagenstiftung fördert Forschungsprojekt zur Morphologie von Kaulquappen (2015-2019)

“Hidden treasures – from old inactive museum collections to modern scientific research – the case of larval frog diversity in the light of landscape and evolutionary traits”

Ein Projekt des Hessischen Landesmuseums Darmstadt in Kooperation mit dem Fachbereich Biogeographie der Universität Trier

Das von der VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer Initiative "Forschung in Museen" geförderte Forschungsprojekt untersucht die Formenvielfalt von Froschlarven (Kaulquappen) in Museumssammlungen. Kaulquappen sind von besonderem Interesse für die Wissenschaft, da sie wichtige Informationen für ein genaueres Verständnis der Evolution, Ökologie und Erhaltung von Arten liefern können. Das Ziel der Studie ist die Identifizierung phylogenetischer und geographischer Muster in der äußeren Gestalt (Morphologie) von Kaulquappen.  Die Forschungsarbeit basiert auf den umfangreichen Sammlungsbeständen von Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In vielen Museumssammlungen sind Kaulquappenexemplare oft noch unzureichend bearbeitet, die vorhandenen Bestände können aber für die Forschung „verborgene Schätze“ darstellen. Die grundlegende Frage, ob hauptsächlich die Evolutionsgeschichte oder aber ökologische Faktoren das Aussehen von Kaulquappen bestimmen, ist nach wie vor unbeantwortet. Die neu erhobenen Sammlungsdaten bilden die Grundlage einer umfangreichen, globalen Kaulquappendatenbank, welche online zur Verfügung gestellt wird. Diese Datenbank, kombiniert mit Literaturdaten zur Phylogenie und Ökologie, wird die Grundlage bilden, um morphologische Muster zu identifizieren und zu bewerten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird klassische Museumssarbeit mit modernen morphologischen, molekularen, statistischen und GIS Methoden kombiniert.

Projektbeteiligte

Dr. Jörn Köhler (Kustos Zoologie, Hessisches Landesmuseum Darmstadt)
Univ.-Prof. Dr. Michael Veith (Leiter des Fachbereichs Biogeographie, Universität Trier)
PD Dr. Stefan Lötters (Fachbereich Biogeographie, Universität Trier)
PD Dr. Bruno Viertel (Fachbereich Biogeographie, Universität Trier)

Kontakt

Dr. Arne Schulze
T 06151 1657-065


Publikationen (Auswahl)

 

 

Unterstützt durch


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