Eine Kooperation mit dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum und der Domschatzkammer Paderborn

Die Darmstädter Elfenbeine stammen zum großen Teil aus der 1805 in den Besitz des Landgrafen von Hessen-Darmstadt gelangten berühmten Kölner Sammlung des Barons von Hüpsch, der eigentlich Jean Guillaume Fiacre Honvlez (1730 – 1805) hieß und eine der schillerndsten Sammlerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts war.

Die umfangreichste Bestandsgruppe stellen Kölner Walrosszahnschnitzereien und Werke der so genannten Großen Kölner Beinschnitzerwerkstatt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts dar. Dass neben diesen zahlreichen Zeugnissen der Kölner Romanik auch spätantike, byzantinische, karolingische und ottonische sowie gotische Elfenbeine in künstlerisch teils herausragenden, jedenfalls aber charakteristischen Beispielen vertreten sind, macht die Darmstädter Elfenbeinsammlung zu einer der weltweit bedeutendsten ihrer Art. Die 52 in Paderborn gezeigten Werke vermitteln einen gültigen Überblick über die Entwicklung dieser Gattung vom 5. bis zum Ausgang des 14. Jahrhunderts.
Die Ausstellung beleuchtet darüber hinaus wichtige naturkundliche und kulturhistorische Aspekte des Elfenbeins und gibt anhand eigener Paderborner Werke einen Ausblick bis ins 19. und 20. Jahrhundert, der die bis heute ungebrochene Faszination des Werkstoffs belegt.

Die Ausstellung begleitet ein vom Direktor des Hessischen Landesmuseums Dr. Theo Jülich verfasster wissenschaftlicher Bestandskatalog der mittelalterlichen Elfenbeinarbeiten des Hessischen Landesmuseums Darmstadt „Die mittelalterlichen Elfenbeinarbeiten des Hessischen Landesmuseums Darmstadt“, Regensburg 2007.

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