Eine Kooperation des Hessischen Landesmuseums Darmstadt mit dem Naturkundemuseum im Ottoneum Kassel

Im Zentrum der Ausstellung „Messel on Tour“ stehen die weltberühmten Funde der Fossillagerstätte, die 1995 in die Liste der Weltnaturerbe-Denkmäler der UNESCO aufgenommen wurde. Ihre hervorragende Erhaltung machen diese Fossilien zu „Kunstwerken der Natur“, die gleichzeitig eine detaillierte Rekonstruktion eines tropisch-subtropischen Lebensraumes und seiner Bewohner vor ca. 47 Millionen Jahren erlauben.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt führt seit 1966 planmäßige Messel-Grabungen durch und ist maßgeblich an der Messel-Forschung beteiligt. Im Jahre 2001 konnte das Museum eine der beachtlichsten privaten Messel-Sammlungen, sowie den berühmten Ameisenbären (Eurotamandua joresi) erwerben. Die Ausstellung „Messel on Tour“ zeigt sowohl eine hochrangige Auswahl dieser Neuerwerbungen als auch Exponate aus der übrigen Messel-Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Zu den Prunkstücken zählen dabei nicht nur Seltenheiten wie der Ameisenbär oder der „Urtapir“ (Hyrachyus minimus), die Schlüsselfunktionen in Fragen der Entstehung und Verbreitung dieser betreffenden Tiergruppen einnehmen. Der Besucher begegnet auch Berühmtheiten wie den Messeler Urpferdchen, von denen u. a. eine trächtige Stute mitsamt der Foeten gezeigt wird.

Die Fossilien werden bei „Messel on Tour“ den unterschiedlichen Lebensräumen zugeordnet: Bewohner des Flachwassers finden sich ebenso zusammen präsentiert wie Tiere, die vorwiegend an den Uferzonen des ehemaligen Maar-Sees oder am Boden bzw. im Astwerk des angrenzenden Urwalds gelebt haben. Diese unterschiedlichen Bereiche werden atmosphärisch so inszeniert, dass sich der Besucher in den eozänen Regenwald zurückversetzt fühlt.

Die Wanderausstellung „Messel on Tour“ macht 2011 Station im Naturkundemuseum Ottoneum Kassel. Seine naturkundlichen Sammlungen gehen auf das landgräfliche Raritätenkabinett zurück und gehören zu den Ältesten Europas. Seit der Schließung des HLMD, ist das die bereits sechste Station der publikumswirksamen und beliebten Ausstellung, die inzwischen von mehr als 350.000 Besuchern gesehen wurde.

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