Leo Grewenig (1898-1991), der von 1923 bis 1925 ein Studium am Bauhaus in Weimar absolvierte, fand nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Bildsprache, die er insbesondere aus dem experimentellen Umgang mit den bildnerischen Mitteln entwickelte. In den 1950er und frühen 1960er Jahre entfaltete der Künstler im Dialog mit schwarzer Tinte und Wasser auf saugendem Papier eine Fülle von Strukturen. Dicke Kleckse oder feinste Verästelungen setzten Fantasie und Inspiration in Gang. Mit der Vergabe eines Bildtitels und der Künstlersignatur kam der bildnerische Prozess zum Abschluss. Vor allem Tiere entsprangen diesem Zusammenspiel der Zeichenmittel: Schnecken, Spinnen, Schwämme oder Tintenfische, aber auch seltene Blumen, Bäume und Algen, genauso wie schillernde Steine und tanzende Wesen bevölkern die großformatigen Papierbögen.

Dank einer Schenkung besitzt die Graphische Sammlung insgesamt 32 Tuschzeichnungen von Leo Grewenig. Sie werden nun erstmals ausgestellt und beleuchten eine phantastische, bis dato kaum bekannte Werkphase des Künstlers.

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Veranstaltungsort

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Karl Freund-Galerie
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt


Kontakt

Dr. Mechthild Haas
T 06151 1657-050


Laufzeit

15. November 2018 bis 17. Februar 2019


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