Planetengötter – Sternatlanten

Die Ausstellung der Graphischen Sammlung liefert anhand von druckgraphischen Werken Einblicke in die Vorstellungen vom Universum und das wachsende astronomische Wissen der Neuzeit.

Die Namen der Planeten (Apoll, Luna, Mars, Merkur, Saturn, Venus, Jupiter) entstammen der griechischen Mythologie. Die Darstellung der 7 Planetengötter war in der Renaissance sehr verbreitet. Die Vorstellung vom Einfluss der Planeten auf das Weltgeschehen und den einzelnen Menschen war Allgemeingut der Zeit. Darüber hinaus symbolisierten die Planeten die Wechselwirkungen aller Kräfte des Universums und der Natur. Da mit der Erfindung des Teleskops im Jahr 1608 immer mehr Sterne und Nebel gefunden und katalogisiert wurden und die antiken Sternbilder Teile des Himmels auslassen, brauchte man neue Sternbilder, um die Übersicht zu bewahren. Die Darstellung des Himmels entwickelte sich sowohl in wissenschaftlicher als auch in künstlerischer Hinsicht weiter, bis im Jahre 1801 die „Uranographia“ des Johann Elert Bode erschien. Der Sternenatlas besteht aus 20 Karten im Format 103 cm × 70 cm und ist damit bis heute der Atlas im größten Format. Die Kupferstiche sind sehr filigran und detailreich, sie zeigen insgesamt 99 Sternbilder und die bis dahin bekannten 17.000 Fixsterne. „Uranographia“ gilt als letztes Meisterwerk der künstlerischen Himmelskartographie.

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Veranstaltungsort

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Karl Freund-Galerie
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt


Kontakt

Dr. Mechthild Haas
T 06151 1657-050


Laufzeit

8. Juni bis 3. September 2017

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