Ein Querschnitt durch 450 Jahre Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt

Zu sehen ist u.a. das 33 Bände umfassende bebilderte Werk »Thesaurus picturarum« des Heidelberger Kirchenrats Markus zum Lamm  (Speyer 1544-1606 Heidelberg), welches erwiesenermaßen in direktem Zusammenhang mit der Sammeltätigkeit der Darmstädter Landgrafen steht, indem Georg II. (1626-1661) es seiner Gemahlin Sophie Eleonore schenkte. Diese enzyklopädische Sammlung ist eine der  wichtigsten Quellen für die Umbruchzeit in der Kurpfalz Ende des 16. Jahrhunderts. Ebenso werden Stichwerke des Künstler-Archäologen Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) gezeigt, darunter »Le Antichità Romane« (4 Bde., 1756). Piranesi war ein bildmächtiger Rekonstrukteur des alten Rom sowie Chronist und Bildgeber seiner Gegenwart. Aber auch die ersten manufakturell hergestellten Reliefkarten des Kartographen Georg Michel Bauerkeller (1805-1886) sind zu bestaunen. Mit seiner Erfindung der »Geomontographie« verlieh Bauerkeller seinen farblithographischen Plänen bereits in den 1830/40er Jahren Dreidimensionalität und lieferte auf Grundlage neuen geographischen Wissens visuelle Werkzeuge für das Denken und die Erkenntnis.

Alle genannten Werke waren herausragende Veröffentlichungen ihrer Zeit und legen Zeugnis ab von der Kunstbegeisterung und dem Qualitätsbewusstsein der Landgrafen und später Großherzöge von Hessen-Darmstadt.

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Veranstaltungsort

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Karl Freund-Galerie
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt


Kontakt

Dr. Mechthild Haas
T 06151 1657-050


Laufzeit

2. November 2017 bis 4. Februar 2018

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