Höhepunkte der französischen Zeichenkunst vom 16. bis 18. Jahrhundert

Der Bestand der französischen Zeichnungen am Hessischen Landesmuseum Darmstadt durchmisst drei Jahrhunderte künstlerischer Entwicklung und zeigt eine große Vielfalt an kunstgeschichtlichen Stilen und außergewöhnliche Arbeiten.

Die Blätter des 16. Jahrhunderts sind vom Manierismus geprägt und von höchster Qualität, sie stammen von Thiry, Cousin und Delaune. Eine beachtenswerte Originalität zeigt das 17. Jahrhundert mit einer Gruppe von Blättern der zweiten Schule von Fontainebleau, vertreten durch Fréminet, Cordier, Brébiette oder Vignon. Einige Blätter sind Bellange und Callot zugeschrieben, Künstler aus dem lothringischen Raum. Bemerkenswert sind die Arbeiten von Vouet und seinen Schülern sowie von La Hyre, die unter der Regierung Louis XIII. arbeiteten. Auch die Künstler unter Louis XIV. sind gut vertreten, insbesondere Le Brun, Van der Meulen und La Fosse. Ebenso reich ist die Kollektion des 18. Jahrhunderts. Dazu gehören die Vertreter des Stils der „fêtes galantes“, Gillot und Watteau, und die führenden Vertreter des Rokoko, Boucher, Pierre, Trémolières und Fragonard. Schließlich sind auch Arbeiten der gro¬ßen Landschaftszeichner Vernet, Hubert Robert und Boisseu Teil dieses bedeutenden Bestandes, genauso wie die der Historienmaler Berthélemy, Doyen oder Greuze, die die französische Kunst zum neoklassizistischen Stil führten. Dieser wurde schließlich durch Peyron, Moitte, Chaudet und Girodet umgesetzt.

Nach dem Erscheinen des Darmstädter Bestandskataloges der französischen Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts (2007) hatte der Louvre von Oktober 2007 bis Januar 2008 eine Ausstellung mit 64 der schönsten Blätter aus Darmstadt gezeigt. Erstmals sind diese Werke nun in Darmstadt zu sehen.

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Veranstaltungsort

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Karl Freund-Galerie
Friedensplatz 1
64283 Darmstadt


Kontakt

Dr. Mechthild Haas
T 06151 1657-050

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