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Internationaler Frauentag im HLMD am 8. März 2017

Zwischen Heiliger und Hure – Führungen zum Frauentag (mit Weinprobe)

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2017 lädt das HLMD um 11 und um 18 Uhr jeweils zu einem besonderen Rundgang mit Dr. Jutta Reinisch durch die Kunst ein: „Frauenkunst und Kunstfrauen?“. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an einer exklusiven Weinprobe für Frauen im Café Rodenstein teilzunehmen.

Ein besonderer Rundgang zum Thema „Frauen in der Kunst“ – ist das heute überhaupt noch nötig? Ein großer Teil der Kunstgeschichte ist männlich, geschrieben von Männern über Männer für Männer. Frauen erscheinen nur selten als Künstlerinnen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren sie an Kunstakademien nicht zugelassen. Ohne Ausbildung, ohne Zugang zu Material und Modellen war ihnen bis auf wenige Ausnahmen der Weg zur hohen Kunst versperrt. Einige Töchter, Schwestern und Ehefrauen von Künstlern wurden dennoch innerhalb der Familie ausgebildet und widmeten sich vor allem dem Kunstgewerbe, oft dem Kleinen und nicht so hoch Angesehenen, das großer Geduld bedurfte: Frauenhände schufen kunstvolle Stickereien, modellierten Wachsfiguren, stellten Puppen her oder malten feinste Blumenstillleben. Ihre Themen waren möglichst harmlos und „weiblich“: Kinder, Armenfürsorge, Schönheit oder Natur.

Gefeiert wurden Frauen nicht als aktive Künstlerinnen, sondern vor allem als passive Modelle. Aber auch in dieser Rolle formte der männliche Blick die Frau, wählte zwischen der Heiligen und der Hure, der angebeteten Mutter und der gefallenen Frau. Keine echten Frauen, sondern künstlich geschaffene Wesen – „Kunstfrauen“. Und wenn Frauen Kunst schufen, dann wurde diese oft als „Frauenkunst“ belächelt. Ein Grund mehr für einen kritischen Blick darauf. 

Die beiden Rundgänge durch die Sammlung des Hauses zeigen zum einen die vielen Rollen der Frau als Modell und legen zum anderen den Fokus auf die von Frauen geschaffene Kunst. Gehen Sie mit uns am Weltfrauentag im Museum auf die Suche nach den Vergessenen, Geliebten, Verstoßenen, Nackten, Göttinnen, Tänzerinnen und Künstlerinnen: auf die Suche nach „Frauenkunst und Kunstfrauen“.

Die Führungen sind kostenfrei und für alle Besucher offen, lediglich Museumseintritt, maximal 25 Teilnehmer pro Führung, ohne Anmeldung, KEINE VORRESERVIERUNG MÖGLICH!

Die Weinprobe „Frauen und Wein“ kostet 35 Euro pro Person, maximal 20 Teilnehmerinnen, 19.00 – 20.30 Uhr.

Zu verkosten sind Weine von erfolgreichen (Jung)winzerinnen wie Simone Adams aus Ingelheim oder den Weegmüller-Schwestern aus der Pfalz. Aber auch spannende Tropfen ihrer männlichen Kollegen sollen probiert und besprochen werden. Die Degustation mit vinocentral-Weinfachmann Robert Frey findet im Café Rodenstein statt. Im Preis inbegriffen sind alle zu verkostenden Weine sowie eine Auswahl an Antipasti, Schinken und Käse mit Brot für zwischendurch.

Informationen und Anmeldung zur Weinprobe unter www.vinocentral.de

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