Forschung
Dr. Torsten Wappler

Forschungsprojekte

Pflanzen-Insekten Assoziationen im Wandel der Zeit

Der Begriff »biologische Vielfalt« oder »Biodiversität« ist in den Lebenswissenschaften zum herausragenden Schlagwort des letzten Jahrzehnts geworden, wobei die Biodiversität die Vielgestaltigkeit sämtlichen Lebens und jegliche Wechselbeziehungen zwischen den Organismen umfasst. Doch welchen Beitrag kann hier die Paläontologie liefern? Untersuchungen zur Dynamik vergangener Ökosysteme und ihrer Diversität setzen einen sehr guten Fossilbericht möglichst vieler Organismengruppen und eine möglichst präzise Kenntnis der ehemaligen Umweltbedingungen voraus. Besonders im mitteleuropäischen Raum sind eine Reihe von Fossilfundstellen bekannt, die diese Kriterien erfüllen und einen recht detaillierten Einblick in terrestrische Ökosysteme erlauben. Der überwiegende Teil dieser Fundstellen bildet isolierte lakustrine Systeme vulkanotekonischer Herkunft, die als Maare bezeichnet werden (z.B. Grube Messel bei Darmstadt). Die gewählten Fundpunkte decken dabei ein zeitlichen Rahmen von rund 270 Ma und eine geographischen Rahmen von 78° bis 45° nördlicher Breite ab. Zudem erlauben die überlieferten Pflanzenfossilien Einblicke in verschiedenste Vegetationstypen, von polaren Sommerlaubwälder, bis hin zu einer immergrünen Regenwaldvegetation, mit extrem starken subtropisch-tropischen Einflüssen.

Insekten aus der Trias in Südafrika

Der Übergang vom Paläozoikum zum Mesozoikum ist nicht nur durch eines der größten Massenaussterben des gesamten Phanerozoikums charakterisiert, sondern ist auch gekennzeichnet durch eines der zeitlich längsten Erholungsmuster terrestrischer Ökosysteme – vermutlich erst einsetzend während der mittleren bis späten Trias. Die obertriassische Molteno Formation in Südafrika bietet hier ein einmaliges Fenster auf die Entwicklung der Insektengemeinschaften während dieses Zeitraumes, der wohlmöglich die »Blütezeit« für die Entwicklung der »modernen« Insekten darstellt. Doch in welchem Tempo und unter welchen Bedingungen diese mutmaßlich »Modern Fauna« die ältere ersetzt, ist bislang nur unzureichend dokumentiert. Das Projekt wird sich in der ersten Phase auf die Untersuchung des bestehenden Sammlungsmaterials aus der Molteno Formation konzentrieren.

1Kite – Die Evolution der Insekten

1KITE ist ein internationales Forschungsprojekt, das die Evolutionsgeschichte der Insekten versucht in bisher nicht dagewesenem Umfang nachzuzeichnen. Ein wesentliches Ziel dieses Projektes ist die Rekonstruktion des Stammbaums der Insekten. An diesem bislang einzigartigen Projekt sind weltweit rund 50 Experten aus den Bereichen molekulare Biologie, Morphologie, Paläontologie, Taxonomie, Embryologie und Bioinformatik beteiligt. 

Kontakt

Dr. Torsten Wappler
T 06151 1657-061


Publikationen (Auswahl)

Dr. Torsten Wappler

Dr. Torsten Wappler

Historisches Situspräparat eines Huhns

Dr. Torsten Wappler

Messeler “Schneckenknacker-Barsch“ Rhenanoperca minuta. Inhalt des Magen-Darm-Traktes mit Insektenresten. Inv.-Nr. HLMD-Me 2003-3-41a, b.

Dr. Torsten Wappler

Grabungsstelle am Steilufer des Belaya-Flusses

Dr. Torsten Wappler

Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

Dr. Torsten Wappler

Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

Dr. Torsten Wappler

Rhenanoperca minuta, Grundtyp B mit längeren, schwach gebogenen Rückenflossen-Stacheln. Die Pharyngealkiefer-Bezahnung ist nicht eindeutig zu erkennen, aber vermutlich fein. Inv.-Nr. LNK-Me 640

Dr. Torsten Wappler

Albrecht Dürer Profilbildnis des Raimund Fugger 1525 Schwarze Kreide

Dr. Torsten Wappler

Joseph Beuys, Auschwitz-Demonstration, 1956-1964 Block Beuys, Raum 5, 4. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

Dr. Torsten Wappler

Detail vom Schädel eines Schiffshalter-Fundes aus der Tongrube Unterfeld mit Saugscheibe (Inv.-Nr. HLMD-WT 36, bedampft mit Ammoniumchlorid)

Dr. Torsten Wappler

Plastinat eines Huhns

Dr. Torsten Wappler

Dorsch-ähnlicher Fisch, Palaeogadus intergerinus.

Dr. Torsten Wappler

Homo rudolfensis

Dr. Torsten Wappler

Makrelenartiger Fisch aus der Tongrube Unterfeld. Sammlung SMNK.

Dr. Torsten Wappler

Heutiger Knochenhecht, Lepisosteus osseus. Schuppenschliff-Detail unter dem Polarisationsmikroskop. Die Wachstumsschübe sind deutlich zu erkennen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 302

Dr. Torsten Wappler

Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

Dr. Torsten Wappler

Joseph Beuys, Block Beuys, Raum 1.

Dr. Torsten Wappler

Rhenanoperca minuta, Grundtyp A mit grober Pharyngealkiefer-Bezahnung und relativ kurzen, deutlich gekrümmten Rückenflossen-Stacheln. Inv.-Nr. HLMD-Me 13125

Dr. Torsten Wappler

George Grosz Der Mädchenhändler 1918, Aquarell © Estate of George Grosz, Princeton, N. J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Dr. Torsten Wappler

Heutiger Wolfsbarsch, Morone chrysops; desgleichen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 31

Dr. Torsten Wappler

Schneckenknacker-Barsch“, Rhenanoperca minuta. Inv.-Nr. HLMD-Me 10485

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Paranthropus boisei

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Historisches Skelettpräparat eines Huhns

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Joseph Beuys, Astronautin, 1961 Block Beuys, Raum 5, 7. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Detail eines gefärbten Aufhellungspräparates mit der Saugscheibe eines heutigen Schiffshalters (Remora remora, Inv.-Nr. HLMD-SMFR 309)

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Jacques Bellange Laufende Diana (?) um 1613 Feder und braune Tinte, braune Lavierungen, Höhungen in weißer Gouache auf blau-grünem Papier

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Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Rembrandt Harmensz. van Rijn Skelettreiter um 1655 Feder in Braun

Dr. Torsten Wappler

Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit feiner Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1436

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Detail eines heutigen Schiffshalter-Kopfes (Remora remora) mit Saugscheibe. Gefärbtes Aufhellungspräparat, Leihgabe (Scripps Institution of Oceanography, La Jolla, CA, Inv.-Nr. SIO 72-287)

Dr. Torsten Wappler

Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Zwei Hasen bombardieren das geheimnisvolle Dorf, 1969 Block Beuys, Raum 6, 2. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit grober Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1430a

Dr. Torsten Wappler

Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

Dr. Torsten Wappler

Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

Dr. Torsten Wappler

Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Homo rudolfensis

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Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

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Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

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Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

Dr. Torsten Wappler

Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

Dr. Torsten Wappler

Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

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Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Paranthropus boisei

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