Dr. Norbert Micklich
Fischfaunen Alttertiär

Marine Fischfaunen des Alttertiärs

In diesem Grabungs- und Forschungsprojekt werden Fische und Fisch-Assoziationen in verschiedenen Lokalitäten der westlichen und östlichen Paratethys („Ur-Mittelmeer“) untersucht. Das Interesse gilt ihrer Morphologie, Phylogenie und Systematik, aber auch ihren paläoökologischen und paläogeographischen Wechselbeziehungen.
 
Bereits 2007 waren Ablagerungen aus dem jüngsten Mittel-Eozän (Kuma Horizont, ca. 40 Millionen Jahre alt) bei Gornyy Luch im nordwestlichen Kaukasus untersucht worden. Diese (u.a.) von der National Geographic Society geförderten Forschungsgrabungen konnten in den zurückliegenden Jahren fortgesetzt werden. 2009 wurde in der Tongrube Unterfeld („Frauenweiler“) bei Rauenberg gegraben (Fisch-Schiefer, ca. 32 Millionen Jahre alt), 2010 in den „Hornsteinschichten“, Dynow-Mergeln und Šitbořice-Schichten bei Litenčice in Mähren (Menilith-Formation der äußeren Karpaten, zwischen 23,6 und 36,5 Millionen Jahre alt) und 2012 bei Piatra Neamt in Rumänien (Dysodile und bituminöse Mergel, zwischen 34 und 22 Millionen Jahre alt).
 
Die jüngste Grabung dieser Serie fand im Herbst 2013 wiederum im Nordwest-Kaukasus statt. Hier schneidet der Belaya-Fluß unweit des Örtchens Kamennomostskiy nördlich von Maikop an seinen Steilufern immer wieder die für ihren Fischreichtum bekannte Maikop-Serie an (Tone und Tonschiefer, 34 bis 28 Millionen Jahre alt), die auch das Ziel dieser Grabungskampagne war. Das Team setzte sich aus Fischexperten und Geologen aus Deutschland, Italien, Rumänien, Russland und der Tschechischen Republik zusammen. Obwohl die Grabungen durch das Hochwasser des Belaya zum Teil erheblich behindert wurden und aufgrund der starken Strömung auch nicht ganz ungefährlich waren, konnten wieder bedeutende Funde für die Forschung gesichert werden.
 
Das gemeinsame Projekt soll fortgesetzt werden, für 2015 sind Grabungen in Frankreich, Österreich oder Rumänien geplant. 

Kontakt

Dr. Norbert Micklich
T 06151 1657-061


Publikationen (Auswahl)

Dr. Norbert Micklich - Fischfaunen Alttertiär

Dr. Norbert Micklich - Fischfaunen Alttertiär

Historisches Situspräparat eines Huhns

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Messeler “Schneckenknacker-Barsch“ Rhenanoperca minuta. Inhalt des Magen-Darm-Traktes mit Insektenresten. Inv.-Nr. HLMD-Me 2003-3-41a, b.

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Grabungsstelle am Steilufer des Belaya-Flusses

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Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

Dr. Norbert Micklich - Fischfaunen Alttertiär

Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

Dr. Norbert Micklich - Fischfaunen Alttertiär

Rhenanoperca minuta, Grundtyp B mit längeren, schwach gebogenen Rückenflossen-Stacheln. Die Pharyngealkiefer-Bezahnung ist nicht eindeutig zu erkennen, aber vermutlich fein. Inv.-Nr. LNK-Me 640

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Albrecht Dürer Profilbildnis des Raimund Fugger 1525 Schwarze Kreide

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Joseph Beuys, Auschwitz-Demonstration, 1956-1964 Block Beuys, Raum 5, 4. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Detail vom Schädel eines Schiffshalter-Fundes aus der Tongrube Unterfeld mit Saugscheibe (Inv.-Nr. HLMD-WT 36, bedampft mit Ammoniumchlorid)

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Plastinat eines Huhns

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Dorsch-ähnlicher Fisch, Palaeogadus intergerinus.

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Homo rudolfensis

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Makrelenartiger Fisch aus der Tongrube Unterfeld. Sammlung SMNK.

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Heutiger Knochenhecht, Lepisosteus osseus. Schuppenschliff-Detail unter dem Polarisationsmikroskop. Die Wachstumsschübe sind deutlich zu erkennen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 302

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Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

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Joseph Beuys, Block Beuys, Raum 1.

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Rhenanoperca minuta, Grundtyp A mit grober Pharyngealkiefer-Bezahnung und relativ kurzen, deutlich gekrümmten Rückenflossen-Stacheln. Inv.-Nr. HLMD-Me 13125

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George Grosz Der Mädchenhändler 1918, Aquarell © Estate of George Grosz, Princeton, N. J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

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Heutiger Wolfsbarsch, Morone chrysops; desgleichen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 31

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Schneckenknacker-Barsch“, Rhenanoperca minuta. Inv.-Nr. HLMD-Me 10485

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Paranthropus boisei

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Historisches Skelettpräparat eines Huhns

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Joseph Beuys, Astronautin, 1961 Block Beuys, Raum 5, 7. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Detail eines gefärbten Aufhellungspräparates mit der Saugscheibe eines heutigen Schiffshalters (Remora remora, Inv.-Nr. HLMD-SMFR 309)

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Jacques Bellange Laufende Diana (?) um 1613 Feder und braune Tinte, braune Lavierungen, Höhungen in weißer Gouache auf blau-grünem Papier

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Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Rembrandt Harmensz. van Rijn Skelettreiter um 1655 Feder in Braun

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Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit feiner Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1436

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Detail eines heutigen Schiffshalter-Kopfes (Remora remora) mit Saugscheibe. Gefärbtes Aufhellungspräparat, Leihgabe (Scripps Institution of Oceanography, La Jolla, CA, Inv.-Nr. SIO 72-287)

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Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Zwei Hasen bombardieren das geheimnisvolle Dorf, 1969 Block Beuys, Raum 6, 2. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit grober Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1430a

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Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

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Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

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Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Homo rudolfensis

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Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

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Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

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Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

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Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

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Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

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Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Paranthropus boisei

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