Dr. Norbert Micklich
Bioindikatoren

Messel-Fische als Bio-Indikatoren

Das Ziel dieses Projektes ist, die Lebensbedingungen der Bewohner des ehemaligen Messelsees zu unterschiedlichen Zeitpunkten seiner Entwicklungsgeschichte zu rekonstruieren. In den zurückliegenden Jahren wurden bereits umfangreiche Untersuchungen hierzu durchgeführt und publiziert. Dabei wurden insbesondere die horizontalen und vertikalen Verteilungsmuster der Fischfunde an den einzelnen Grabungsstellen analysiert. Langfristige, kurzfristige, zum Teil sogar lokale Unterschiede und Veränderungen wurden festgestellt, die auf ganz spezielle Umweltverhältnisse hinweisen. Wahrscheinlich konnte sich die Fischfauna wiederholt von externen Wasserkörpern heraus erneuern. In eine ähnliche Richtung gehen auch andere Befunde wie z.B. das Alters- und Wachstumsspektrum der Messeler Arten oder das überaus häufige Auftreten von Schuppenregenerationen.
 
In nächster Zeit sollen die Wachstumsanalysen an den Schuppen bestimmter Messel-Fischarten ergänzt bzw. vertieft werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Knochenhechten, deren Schuppen äußerst stabil sind. Ihre Wachstumsmuster können im Gegensatz zu den anderen Messeler Arten nicht von Sekundäreffekten wie z.B. Regenerationserscheinungen überprägt werden. Daher sind sie besonders gut geeignet, die komplette Lebens- bzw. Wachstumsgeschichte der betreffenden Individuen zu rekonstruieren.Zunächst müssen allerdings grundlegende Kenntnisse an heutigen Arten erarbeitet werden. Bislang liegen hier nur sehr spärliche Informationen vor.
 
In einem zweiten Teilprojekt wurden die Inhalte des Magen-Darm-Traktes der Messeler Fischarten genauer untersucht. Es fällt auf, dass diese, zumindest makroskopisch, keine oder nur äußerst selten Beuteobjekte erkennen lassen. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu Fischen anderer Fundstellen, bei denen derartige Belege keine Seltenheiten sind. Die bisherigen Analysen scheinen diesen Trend zu bestätigen. Eindeutige Beutereste wie z.B. Teile von Insekten sind bei Messel-Fischen überaus selten. Das kann kaum an methodischen Fehlern liegen. Proben von heutigen Vergleichsarten, die auf dieselbe Weise behandelt wurden, lassen fast immer Beutespuren erkennen.

Kontakt

Dr. Norbert Micklich
T 06151 1657-061


Publikationen (Auswahl)

Dr. Norbert Micklich - Bioindikatoren

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Historisches Situspräparat eines Huhns

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Messeler “Schneckenknacker-Barsch“ Rhenanoperca minuta. Inhalt des Magen-Darm-Traktes mit Insektenresten. Inv.-Nr. HLMD-Me 2003-3-41a, b.

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Grabungsstelle am Steilufer des Belaya-Flusses

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Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

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Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

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Rhenanoperca minuta, Grundtyp B mit längeren, schwach gebogenen Rückenflossen-Stacheln. Die Pharyngealkiefer-Bezahnung ist nicht eindeutig zu erkennen, aber vermutlich fein. Inv.-Nr. LNK-Me 640

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Albrecht Dürer Profilbildnis des Raimund Fugger 1525 Schwarze Kreide

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Joseph Beuys, Auschwitz-Demonstration, 1956-1964 Block Beuys, Raum 5, 4. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Detail vom Schädel eines Schiffshalter-Fundes aus der Tongrube Unterfeld mit Saugscheibe (Inv.-Nr. HLMD-WT 36, bedampft mit Ammoniumchlorid)

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Plastinat eines Huhns

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Dorsch-ähnlicher Fisch, Palaeogadus intergerinus.

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Homo rudolfensis

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Makrelenartiger Fisch aus der Tongrube Unterfeld. Sammlung SMNK.

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Heutiger Knochenhecht, Lepisosteus osseus. Schuppenschliff-Detail unter dem Polarisationsmikroskop. Die Wachstumsschübe sind deutlich zu erkennen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 302

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Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

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Joseph Beuys, Block Beuys, Raum 1.

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Rhenanoperca minuta, Grundtyp A mit grober Pharyngealkiefer-Bezahnung und relativ kurzen, deutlich gekrümmten Rückenflossen-Stacheln. Inv.-Nr. HLMD-Me 13125

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George Grosz Der Mädchenhändler 1918, Aquarell © Estate of George Grosz, Princeton, N. J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

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Heutiger Wolfsbarsch, Morone chrysops; desgleichen. Inv.-Nr. HLMD-SMFR 31

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Schneckenknacker-Barsch“, Rhenanoperca minuta. Inv.-Nr. HLMD-Me 10485

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Paranthropus boisei

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Historisches Skelettpräparat eines Huhns

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Joseph Beuys, Astronautin, 1961 Block Beuys, Raum 5, 7. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Detail eines gefärbten Aufhellungspräparates mit der Saugscheibe eines heutigen Schiffshalters (Remora remora, Inv.-Nr. HLMD-SMFR 309)

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Jacques Bellange Laufende Diana (?) um 1613 Feder und braune Tinte, braune Lavierungen, Höhungen in weißer Gouache auf blau-grünem Papier

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Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Rembrandt Harmensz. van Rijn Skelettreiter um 1655 Feder in Braun

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Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit feiner Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1436

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Detail eines heutigen Schiffshalter-Kopfes (Remora remora) mit Saugscheibe. Gefärbtes Aufhellungspräparat, Leihgabe (Scripps Institution of Oceanography, La Jolla, CA, Inv.-Nr. SIO 72-287)

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Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Zwei Hasen bombardieren das geheimnisvolle Dorf, 1969 Block Beuys, Raum 6, 2. Vitrine © VG Bild-Kunst Bonn

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Rhenanoperca minuta, Detail vom oberen Pharyngealkiefer mit grober Bezahnung. Inv.-Nr. SMF-ME 1430a

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Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

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Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

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Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Homo rudolfensis

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Das Arbeitsgebiet Galili im Afar-Dreieck

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Das kleinste Reptil der Welt ist das Zwergchamäleon Brookesia micra. Es wurde von Jörn Köhler und Kollegen 2007 auf der madegassischen Insel Nosy Hara entdeckt.

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Viele Froscharten der Gattung Boophis sind durch farbige Augenringe gekennzeichnet (hier Boophis fayi)

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Ein im Jahr 2010 neu entdeckter Baumfrosch, Boophis luciae, aus Madagaskar mit halbtransparenter Haut.

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Calumma tarzan ist eine Chamäleonart, die erst 2010 in einem Regenwaldfragment in Zentral-Madagaskar entdeckt wurde. Die Art ist durch Abholzung jedoch stark bedroht.

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Die Laubfrösche Südamerikas, hier ein Pärchen von Dendropsophus delarivai, bilden einen Forschungsschwerpunkt.

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Die Verwandtschaftsbeziehungen und Artunterschiede werden bei Fröschen mittels Genetik, der Analyse der spezifischen Rufe und der Morphologie wissenschaftlich untersucht.

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Phelsuma roesleri ist eine farbenprächtige Geckoart, welche auf Pandanus-Bäumen in Nord-Madagaskar lebt. Sie wurde 2008 entdeckt.

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Paranthropus boisei

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