Forschung
Dr. Theo Jülich

DFG-Förderprojekt „Erschließung des schriftlichen Nachlasses des Baron von Hüpsch (1730-1805)“ 1996/97

Baron von Hüpsch gehörte zu den vielseitigen Naturwissenschaftlern, Forschern, Publizisten und Sammlern, die im Sinne der Spätaufklärung am Ende des 18. Jahrhunderts tätig waren. Testamentarisch vermachte der Kölner Baron 1805 seine umfangreichen Sammlungen zu Kunst- und Naturgeschichte, Volkskunde, Ethnographie und anderen Bereichen sowie seine Bibliothek, die um die tausend mittelalterliche Handschriften enthielt, dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Dieses Legat legte den Grundstein zu den Sammlungen des Hessischen Landesmuseums und der Handschriftensammlung der Universitäts- und Landesbibliothek. Mit dem Erbe kam der schriftliche Nachlass des Barons nach Darmstadt, der ebenfalls in der Handschriftensammlung der Bibliothek aufbewahrt wird. Er enthält neben Familienpapieren vor allem die umfangreiche Korrespondenz des Barons. Der Nachlass wurde im Rahmen eines DFG-Förderprojektes nach den Richtlinien zur Nachlasserfassung der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) 1996/97 vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt durch Susanne Gröschel erschlossen und wird hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Projektkoordination

Dr. Theo Jülich
T 06151 1657-002


Publikationen (Auswahl)

Volkswagenstiftung fördert Forschungsprojekt zum Bestand der mittelalterlichen Malerei (2013-2017)

„Studien zum Kunst- und Technologietransfer in Hessen und am Mittelrhein in Spätmittelalter und Früher Neuzeit auf der Grundlage des Gemäldebestandes des Hessischen Landemuseums Darmstadt“ Eine Kooperation zwischen dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt und der Städel-Kooperationsprofessur der Goethe-Universität Frankfurt/Main 

Das Ziel des von der VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer Initiative "Forschung in Museen" geförderten Projekts ist die Untersuchung des Kunst- und Technologietransfers in Hessen und am Mittelrhein in Spätmittelalter und Früher Neuzeit auf der Grundlage des reichen Gemäldebestandes des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Dieser Gemäldebestand umfasst 79 Werke mit insgesamt ca. 180 bemalten Flächen, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Neben der technologischen und kunsthistorischen Erforschung der Werke, soll gerade auch Fragen der kulturräumlichen Zusammenhänge nachgegangen werden. Durch den Vergleich des Darmstädter Bestandes, insbesondere der mittelrheinischen Altarretabel und Tafelbilder, mit dem eng verwandten Sammlungsbestand in Frankfurt sowie – in Zusammenarbeit mit dem DFG-Projekt "Mittelalterliche Retabel in Hessen" – mit den noch in situ befindlichen Altarretabeln in hessischen Kirchen soll das problematische Konzept einer "Mittelrheinischen Kunstlandschaft" systematisch hinterfragt werden. Die Ergebnisse werden in einem Bestandskatalog und über eine Online-Präsentation veröffentlicht.

Projektbeteiligte

Dr. Theo Jülich (Direktor, Hessisches Landesmuseum Darmstadt)
Univ.-Prof. Dr. Jochen Sander (Städel-Kooperationsprofessor, Goethe-Universität Frankfurt/Main)

Projektmitarbeiter

Dr. Thomas Foerster (Projektleiter, Kunsthistoriker)
Dipl. Rest. Olivia Levental (Leiterin der Restaurierungsabteilung)
Dipl. Rest. Susanne Voigt

Kontakt

Dr. Thomas Foerster
T 06151 1657-019
E-mail

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