Fossilien aus China

Die paläontologische Sammlung erwarb mit Schädeln von Säbelzahnkatzen, Hyänen, Schwein, Hase und Skunk wertvolle Neuzugänge.

Die Fossilien stammen der Provinz Gansu in Nordwest-China und haben ein Alter von ca. 9 – 5,3 Mio. J. (Ober-Miozän). Die Tierwelt Eurasiens war zu dieser Zeit Teil des sogenannten »Pikermi Bioms«. Dieser nach einer griechischen Fundstelle benannte Lebensraum bestand aus einem Mosaik von Waldländern, das sich von Süd-Spanien über Griechenland, die Türkei, Ukraine, südliches Russland bis nach China zog. Neben Raubtieren, Rüsseltieren und Rinderartigen bestand die Fauna auch aus Hyänen, Nashörnern, Pferden und Giraffen, die sich von ihren Artgenossen in den afrikanischen Savannen unterschieden.

Die Säbelzahnkatzen-Schädel sind imposant. Die Gattung Metailuruswurde im Jahr 1924 basierend auf Funden aus China erstmals beschrieben. Fossilien von Metailurus sind aus Nordamerika, Afrika und Eurasien bekannt. Diese Katze lebte als leopardengroßer Jäger in Waldlandschaften. Sie besaß seitlich abgeflachte, klingenartige Eckzähne. 

Fossile Knochen und Zähne wurden in China über lange Zeit mythischen Drachen zugeschrieben und in der Medizin als Heilmittel benutzt. Europäische Forscher stellten Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fest, dass die »dragon bones« aus Gansu in Wirklichkeit Überreste fossiler Säugetiere sind. 

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