Silbernes Besteck von Hans Christiansen

 

Um 1901 entwarf Hans Christiansen den Prototyp eines Bestecks für die Ausstellung „Ein Dokument deutscher Kunst“. Kurz darauf ging dieser Vorläufer, nunmehr leicht modifiziert, bei der Firma Bruckmann & Söhne in Heilbronn in zwei Ausführungen in Serie und gelangte ab 1902 in den Handel. Der floral anmutende Dekor ist bei beiden Bestecken gleich. Das Besteckmodell „3001 Darmstaedter Stil“ steht dem ursprünglichen Entwurf noch sehr nahe. Die Messer weisen Pistolengriffe auf, die Rückseite der Gabel ist mit einer Blumenzwiebel dekoriert. Bei dem Modell „3001 1 / 2“ ist der Messergriff symmetrisch gestaltet, der Zwiebeldekor fehlt. Bisher besaß das HLMD einige Exemplare dieser zweiten Serie, die nunmehr durch einen Satz Fischbestecke ergänzt werden. Besonders interessant ist jedoch ein Vorspeisenbesteck des Models „Darmstaedter Stil“, das sich jetzt ebenfalls in der Sammlung befindet. Beide Bestecke kamen durch die Schenkung von Hanne Hoops, Darmstadt, in das Museum und stammen aus dem Besitz von Elisabeth Pützer, deren Monogramm sie tragen. Elisabeth und ihr Gatte, der Darmstädter Architekt Friedrich Pützer, gehörten zu den Förderern der Künstlerkolonie, besaßen unter anderem Schmuck des Goldschmieds Ernst Riegel und hatten sich für ihre Tafel für das Besteck von Christiansen begeistert.

 

 

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