Zoologische Präparation

Die zoologische Präparation umfasst alle Tätigkeiten, die ein ehemals lebendes Tier zu einem ausstellungs- und sammlungsfähigen Exponat machen. Zusätzliche Aufgabenbereiche umfassen die Kontrolle und Konservierung der Präparate sowie den Bau künstlicher Landschaften. Präpariert werden von kleinen Insekten bis zu Großsäugetieren prinzipiell alle Lebewesen. Für die neue 16 Meter breite Biodiversitätswand wurden mehr als 800 Objekte aufbereitet – vom Kolibri bis zum Quastenflosser.

In der zoologischen Präparation sind zwei Präparatorinnen beschäftigt.

Kontakt

Michaela Kurbel
T 06151 1657-073

Zoologische Präparation

Zoologische Präparation

Moaschädel, hergestellt mit dem 3D Druckverfahren

Zoologische Präparation

Colorierter Schädel des Riesenmoas

Zoologische Präparation

Moa mit neuem Kopf

Zoologische Präparation

Abgussform eines Feuersalamanders

Zoologische Präparation

Colorierte Feuersalamander-Abgüsse für die neue Dauerausstellung

Zoologische Präparation

Alkoholpräparate für die Dauerausstellung

Zoologische Präparation

Arbeiten an den Hintergundmalereien des Dioramas „Deutscher Wald“

Zoologische Präparation

Historisches Situspräparat eines Huhns

Zoologische Präparation

Historisches Skelettpräparat eines Huhns

Zoologische Präparation

Scheibenplastinat eines Huhns

Zoologische Präparation

Präparatorische Arbeiten an einer Dermoplastik

Zoologische Präparation

Reinigung des Skeletts des indischen Elefanten

Zoologische Präparation

Heterometus longimanus

Zoologische Präparation

Heteropteryx dilatata

Anatomische Präparate im Wandel

In der neuen Dauerausstellung der Zoologischen Abteilung befasst sich ein Bereich mit dem „Wandel der Wissenschaft“. Dies beinhaltet die Weiterentwicklung von anatomischen Präparaten zur Wissensvermittlung im Bereich des Unterrichtswesens. Seit über 100 Jahren werden Situspräparate nach der SEMPER-Methode hergestellt, um z.B. die natürliche Anordnung der Eingeweide in der Leibeshöhle für Studenten, Wissenschaftler und interessierte Laien darzustellen. Die Fixierung bei dieser Methode dauert mehrere Tage, bevor das Präparat entwässert, getrocknet und anschließend bemalt wird. Auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis/USA erhielt die Zoologische Abteilung des HLMD unter anderem für die zukünftig in der Ausstellung präsentierten historischen, anatomischen Präparate eine Goldmedaille.
 
Heutzutage werden für die Vermittlung von Wissen vorrangig anatomische Scheibenplastinate verwendet – wie z.B. die neu erworbenen Plastinate nach der patentierten Tissue Tracing Technique (TTT) von Dr. Christoph von Horst. Die Plastinate haben eine höhere Detailtreue, größere Authentizität und geben eine bessere Anschaulichkeit, womit ein hoher didaktischer Wert gewährleistet wird. Die durchsichtige, unempfindliche Acryl- oder Polyesterharzeinbettung macht den Innenaufbau des Tierkörpers sichtbar und zeigt den Verlauf von Strukturen wie Nerven und Blutgefäßen. Bei der Plastination werden alle Körperflüssigkeiten durch härtbare Polymere ausgetauscht. Daher eignen sich besonders Tiere oder Organe mit festen Geweben (Schalen, Chitin, Kalk oder Knochenskelette für die Plastination), die durch Wasserentzug ihre Form nur wenig verändern.

Kontakt

Dr. Daniela Matenaar
T 06151 1657-068

/
X
00:00